Thieme Marlehn

Marlehn Thieme

Unternehmen/Organisation

Rat für Nachhaltige Entwicklung, Geschäftsstelle c/o GIZ GmbH, Potsdamer Platz 10, D-10785 Berlin
www.nachhaltigkeitsrat.de

Kurz-CV/Curriculum vitae

Marlehn Thieme ist  Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung.  Sie studierte Rechts- und Sozialwissenschaften. Von 1986 bis Ende 2013 arbeitete sie bei der Deutschen Bank AG. Nach einer Trainee-Ausbildung in Remscheid, Wuppertal und Mailand war sie in der zentralen Personalabteilung in Frankfurt tätig. 1995 wurde sie Geschäftsführerin der Stiftung Alfred Herrhausen „Hilfe zur Selbsthilfe“. Ab 2001 war Marlehn Thieme im Privatkundengeschäft tätig, von 2005 bis 2013 zeichnete sie als Direktorin für den Bereich Corporate Social Responsibility (CSR)/Corporate Citizenship verantwortlich. Von 2008 bis 2013 war sie Mitarbeitervertreterin im Aufsichtsrat der Deutsche Bank AG, seit 2015 ist sie Aufsichtsratsvorsitzende der Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank). Marlehn Thieme ist Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Fernsehrates des ZDF. Seit 2004 ist sie Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Von Juli 2010 bis Februar 2012 war sie dessen Stellvertretende Vorsitzende, am 29. Februar 2012 wurde sie zur Vorsitzenden des Rates gewählt.

Abstract

Was macht ein gutes Rating aus? Mit Sicherheit die Fähigkeit, unternehmerische Chancen und Risiken umfassend zu betrachten und zu bewerten. Ratings, die lediglich auf Finanzkennzahlen fokussieren, blenden wichtige Aspekte der Unternehmensrealität aus, die die unternehmerische Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit ausmachen. Selbst Analysten schätzen, dass lediglich 20 % der unternehmerischen Leistungsfähigkeit in den Finanzkennzahlen repräsentiert sind; der Rest ist in sogenannten intangible assets zu finden, die sich auch dem Blick der meisten gängigen Ratingsysteme entziehen. Diese nicht-finanziellen Leistungen sind es, die letztlich die wirtschaftlichen Erfolgsaussichten stärken – für die Unternehmen selbst und für die investierenden Kapitalgeber. Ein Unternehmen ist dann wirklich gut, wenn es rundum gute Produkte und Dienstleistungen anbietet, die fit für Zukunftsmärkte sind. Ein Unternehmen ist dann wirklich gut, wenn es anständig mit

Mitarbeitern und Geschäftspartnern umgeht, die Umwelt immer weniger belastet und mit dem Geschäftszweck einen konkreten gesellschaftlichen Nutzen bringt. Doch wie bewertet man das? Wie können Risikomanagementsysteme im Finanzmarkt funktionieren, die diese weniger harten Faktoren integrieren? Das ist die zukunftsentscheidende Frage für eine zukunftsfähige Wirtschaft mit einem entsprechend ertüchtigten Finanzmarkt.

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